Konferenz für Fachtechnisch verantwortliche Personen (FvP): Regulatorische Entwicklungen, KI und aktuelle Herausforderungen
Wir blicken zurück auf die FvP-Konferenz 2025. Zwei Tage voller spannender Vorträge, intensiver Diskussionen und wertvoller Begegnungen haben gezeigt, wie vielfältig die Aufgaben und Herausforderungen für Fachtechnisch Verantwortliche Personen (FvP) sind. Um die Inhalte auch nach der Veranstaltung lebendig zu halten, fassen wir die einzelnen Vorträge nach und nach für Sie zusammen und geben so einen vertieften Einblick in die behandelten Themen.
Der erste Konferenztag begann mit Markus Roemer (comes compliance services), der zentrale Erfolgsfaktoren in IT- und CSV-Projekten vorstellte. Dabei zeigte er Do’s and Dont’s auf und beleuchtete den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Cloud-Technologien.
Im Anschluss erläuterte Dr. Eva Caronni (Amt für Gesundheit), wie Mängelklassifizierungen in der Praxis erfolgten – von „anderen“ über „wesentliche“ bis hin zu „kritischen“ Abweichungen.
Dr. Josef Landwehr (PTS Training Service) stellte danach die regulatorischen Unterschiede zwischen EU und Schweiz vor und zeigte, wie sich diese auf die Arbeit von FvPs und Unternehmen in beiden Märkten auswirkten.
Am Nachmittag erklärte Dr. Remo Studer (Galexis AG) den Umgang mit kontrollierten Substanzen, bevor Marisa Meinero (Elpro Messtechnik GmbH) praxisnah darlegte, wie eine User Requirement Specification (URS) erstellt und in Projekten angewendet werden konnte.
Zum Abschluss des Vortragsprogramms widmete sich Anna Diehl (PTS Training Service) der Frage, wie Künstliche Intelligenz und adaptive Lernsysteme die pharmazeutische Weiterbildung veränderten und für mehr Effizienz sowie Nachhaltigkeit sorgen konnten.
Marlena Haan (MediService AG) fasste die Inhalte am Ende des Tages zusammen, bevor das gemeinsame Abendessen Gelegenheit zum Netzwerken und fachlichen Austausch bot.
Den zweiten Konferenztag eröffnete Sylvia Schüpbach (Pharmalex GmbH), die einen praxisnahen Einblick in Strafverfahren im Heilmittelrecht gab und aufzeigte, welche rechtlichen Fallstricke und Konsequenzen für Unternehmen und Verantwortliche entstehen konnten.
Anschließend beleuchtete Johanna Bouzid (Salmon Pharma GmbH) die GMDP-Aspekte der API-Herstellung. Sie stellte den regulatorischen Rahmen dar und ging auf die besonderen Anforderungen bei der Produktion von Wirkstoffen ein.
Darauf folgte eine Diskussionsrunde, in der die Fragen der Teilnehmenden aufgegriffen und mit einem hochkarätig besetzten Panel erörtert wurden. Mit dabei waren Johanna Bouzid (Salmon Pharma GmbH), Dr. Remo Studer (Galexis AG), Franziska Hüsler (Hüsler Consulting), Igor Schnyder (Pharmalex GmbH), Dr. Josef Landwehr (PTS Training Service), Rico Schulze (Sächsisches Staatsministerium), Christoph Amstutz (P&L Consulting GmbH), Nicolas Florin (SMVO), Markus Roemer (comes compliance services) und Anna Diehl (PTS Training Service).
Am Nachmittag stand der Vortrag von Rico Schulze (Sächsisches Staatsministerium) auf dem Programm, der die Import- und Exportregelungen für Arzneimittel und Wirkstoffe zwischen der Schweiz und der EU näher erläuterte.
Den Abschluss bildeten Christoph Amstutz (P&L Consulting GmbH) und Nicolas Florin (SMVO), die über den aktuellen Stand sowie die Herausforderungen, Zeitpläne und Umsetzungsstrategien der Serialisierung und SMVO berichteten.
Damit die Inhalte der FvP-Konferenz 2025 auch nach der Veranstaltung lebendig bleiben, fassen wir die einzelnen Vorträge in diesem Beitrag nach und nach für Sie zusammen und geben Ihnen so vertiefte Einblicke in die behandelten Themen und Diskussionen.
- Vortrag Anna Diehl
„Nicht die Stärksten oder Intelligentesten überleben, sondern diejenigen, die sich am besten an Veränderungen anpassen.“ Mit diesem Zitat von Charles Darwin habe ich meinen Vortrag eröffnet – und genau das beschreibt mein Verständnis von erfolgreichem Arbeiten heute: Es geht nicht mehr darum, der oder die Klügste zu sein, sondern sich stetig weiterzuentwickeln und offen für Neues zu bleiben.
Wissensmanagement als Schlüssel
Im Zentrum des Vortrags stand die Rolle des Wissensmanagements: Wissen gezielt erfassen, organisieren, speichern und weitergeben. Gerade im Kontext von Fachkräftemangel, Zuwanderung, Mehrsprachigkeit und demografischem Wandel ist es wichtiger denn je, Mitarbeitende schnell einsatzfähig zu machen und Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln.
Individuelles Lernen statt Gleichmacherei
Ich habe das traditionelle Verständnis von Lernen hinterfragt: Eine Person lehrt, alle lernen gleich – ein Ansatz, der heute nicht mehr genügt. Stattdessen braucht es individualisierte Lernwege, die auf die unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedarfe eingehen. Mit adaptiven Lerntechnologien kann jeder mit dem eigenen Lerntempo und den eigenen Vorkenntnissen arbeiten, das Ziel bleibt jedoch für alle gleich – 100 % Kompetenz.
Kompetenzstufen und gezielte Entwicklung
Ein wichtiger Teil meines Vortrags war die Darstellung der verschiedenen Kompetenzstufen – von unbewusster Inkompetenz bis zur unbewussten Kompetenz. Adaptive Lernsysteme unterstützen dabei, blinde Flecken im Wissen aufzudecken und gezielt anzugehen. Gleichzeitig kann durch Lern-Analytics sichtbar gemacht werden, wo individueller Nachholbedarf besteht und wo gezielte Refresh-Einheiten sinnvoll sind.
Best Practice: Immersives Lernen mit PharmaXR
Als Beispiel habe ich das Projekt PharmaXR vorgestellt. Moderne Technologien ermöglichen es, Lerninhalte immersiv und nachhaltig zu vermitteln – ein echter Mehrwert, wenn es darum geht, Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern auch zu verankern. Grundlage dafür ist ein strukturiertes Wissensmanagement, das individuelle Bedarfe erkennt und den Content entsprechend aufbereitet.
Mein zentrales Fazit
Lernfähigkeit ist heute eine Schlüsselressource. Sie entscheidet darüber, wie gut sich Organisationen und Menschen auf Veränderungen einstellen können – und damit über nachhaltigen Erfolg. Wer sich kontinuierlich weiterentwickelt und in moderne Lernformen investiert, bleibt wettbewerbsfähig und zukunftssicher.
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Impressionen der FvP-Konferenz 2025
Ein Event voller lebhafter Diskussionen, spannender Vorträge und inspirierender Begegnungen.



















