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Linearität, Präzision und Richtigkeit: Wie sind die Zusammenhänge

Erstellt am: 29.08.2018
Autor: Dr. Wolfgang Nedvidek, Letzte Änderung: 13.08.2019
Linearität, Präzision und Richtigkeit sind wichtige, aber nicht die einzigen, Kriterien bei der Validierung einer analytischen Methode. Welche Anforderungen an die Validierung gibt es? Wie gehe ich vor? Wie muss ich dokumentieren?

Diese und andere Fragen wurden im Webinar: Validierung analytischer Methoden, das am 27.08.2018 stattfand, behandelt. Die ICH Q2(R1), aber auch ihre Grenzen, waren ein Schwerpunktthema. Fokussiert wurde dabei auf die Umsetzung der Anforderungen in die Praxis. Durch interaktive Übungen waren die Teilnehmer auch direkt ins Webinar eingebunden. Im Vorfeld, während des Webinars und im Nachgang konnten die Teilnehmer ihre Fragen stellen. Hier einige Fragen der Teilnehmer:

Frage: Müssen Methoden in der Entwicklungsphase eines Produktes nicht validiert sein?

Antwort: Ab dem Moment, ab dem Sie in der Entwicklung „GMP-pflichtig“ sind, sind meines Erachtens auch validierte Prüfmethoden einzusetzen. Die Validierung ist ja eine wichtige GMP-Anforderung.


Frage: Bezüglich generisch validen Methoden, haben Sie da Erfahrungen, ob die Behörde hier tatsächlich eine produktbezogene Validierung wünscht, oder wie kann eine generisch validierte Methode als ausreichend eingereicht werden, es geht explizit um RLM (Anm: Restlösungsmittel) Bestimmung in Wirkstoffen per Headspace.

Antwort: Was Ihre Behörde wünscht, kann ich natürlich nicht wissen. Da die Eignung einer Analysenmethode immer auch von der jeweiligen Matrix abhängt, würde ich sagen, dass eine generische Methode nur Grundlage sein kann. Es ist erforderlich, zu belegen, dass diese Methode auch für die vorliegende Matrix (hier: Wirkstoff) geeignet, also valide ist. Wie so oft, kommt es aber immer auf die individuelle Fragestellung an.


Frage: Bestimmung LOD (Anm: Limit of Detection, Nachweisgrenze) und LOQ (Anm: Limit of Quantitation, Bestimmungsgrenze): Wir arbeiten mit dem Programm Validat, dass die verschiedenen Methoden, die die ICH vorschlägt, beinhaltet. Ausserdem beinhaltet es die Methode nach DIN 32645. Ich habe die einzelnen Möglichkeiten miteinander verglichen und die einzelnen Methoden weisen ziemlich Unterschiede auf. Am „schönsten“ ist meistens die S/N Methode, die ich als die am unpräzisesten empfinde. Sie liefert einfach die tiefsten Werte, sagt aber nichts über die Güte der Werte aus. Verstehe ich es richtig, dass ich hier bei den Angaben machen kann, was ich will und mir die Methode raussuchen kann, die mir einfach am besten passt?

Antwort: Aus meiner Erfahrung ist es richtig, dass bei den unterschiedlichen Methoden zur Bestimmung der Nachweis- (LOD) und Bestimmungsgrenze (LOQ) unterschiedliche Ergebnisse resultieren. Welche Sie auswählen, ist nach meinem Kenntnisstand nicht vorgeschrieben. Sie müssen jedoch die Methode auswählen, die am besten zu Ihrer Fragestellung passt.

Die Güte der Werte müssen Sie ebenfalls bestimmen: Nach der Festsetzung der Bestimmungsgrenze müssen Sie zeigen, dass an dieser der Analyt auch tatsächlich mit ausreichender Richtigkeit und Präzision quantitativ ermittelt werden kann.


Frage: Kalibration/Arbeitsbereich: Im Rahmen meiner damaligen Validierung habe ich den Kalibrierbereich verkürzen müssen, weil die Streuungen im unteren Bereich grösser waren, als erwartet. Reicht es, wenn ich dies im Validierungsbericht vermerke?

Antwort: Der Arbeitsbereich wird normalerweise von der Linearität abgeleitet wird und hängt auch vom Verwendungszweck der Methode ab. Die Festlegung des Arbeitsbereiches muss in der Dokumentation, wie die Bestimmung der Linearität auch, lückenlos nachvollziehbar sein. Ich würde die Festlegung des Arbeitsbereiches in den Bericht aufnehmen.


Frage: Beurteilung von statistischen Werten: Ich finde es manchmal nicht einfach, statistische Werte bei Analysenmethoden zu beurteilen, gibt es dazu irgendwie Literatur?

[antwort]Zu Statistik gibt es ja eine Menge an Literatur. Solche, die sich speziell mit Statistik in der Analytik beschäftigt, kenne ich leider nicht. PTS führt jedoch ein Seminar durch, bei dem Statistik, die speziell für Analytik relevant ist, ein Schwerpunktthema ist. Die nächsten Veranstaltungen in Deutschland und der Schweiz sind oben rechts auf dieser Seite.


Vielen Dank an alle Teilnehmer für das Feedback zum Webinar, das direkt im Webinarraum am Ende eingegeben werden konnte. Hier einige Rückmeldungen auf die Frage „Was hat Ihnen persönlich gut gefallen?“:

  • Interaktionsmöglichkeit direkt und einfach
  • Guter Überblick über die grundlegenden Definitionen
  • Gute allgemeine Übersicht

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