Containment Transfer Systeme: Round Table 11.06.08 von 16:30 - 18:50 in Niederkassel
Autor: Richard Denk, Hecht Technologie, Dr. Andreas Flückiger, F. Hoffmann-La Roche, Basel
vom: 26.06.2008
Risikobetrachtung hochgefährlicher Herstellungsprozesse in der API-Produktion
Einstufung von Zwischenprodukten
Gibt es Richtlinien zur Einstufung von Zwischenprodukten?
Generell gibt es kein offizielles Dokument, das Grenzwerte für Zwischenprodukte definiert. Erfahrungswerte von unterschiedlichen Teilnehmern sind kleiner 10µg/m3 für Produkte, deren Non - Effekt - Level nicht bekannt ist. Dieser Erfahrungswert wurde auch von Herrn Denk und Herrn Dr. Flückiger bestätigt.
Feuchtware um das Containmentrisiko zu minimieren
Kann das Risiko der Staubexposition durch zentrifugenfeuchte Ware minimiert werden? Ist dies die Praxis in der Wirkstoffherstellung?
Einige der Teilnehmer haben bestätigt, dass diese die Produkte so lange wie möglich im feuchten Zustand belassen. Dies minimiert das Containmentrisiko. Im letzten Herstellschritt werden die Produkte dann getrocknet. Bei einigen Teilnehmern werden die feuchten Produkte in flexible Gebinde, wie zum Beispiel Big Bags gelagert. Hierzu wurde das Thema „ Reachables & Extractables“ angesprochen bei den verwendeten Folien in den Big Bags. Bei den Firmen, die flexible Gebinde wie Big Bags zur Lagerung von Feuchtwaren verwenden, verbleibt dass Produkt für einige Stunden bzw. bis zu einem Tag in dem Gebinde. Durch die kurze Verweildauer konnte diesbezüglich nichts festgestellt werden.
Wie viele Containmentstufen sind notwendig
Bei der Herstellung von gefährlichen und hochgefährlichen Produkten wird von zwei Sicherheitsstufen gesprochen. Primäres Containment, wie zum Beispiel Doppelklappen- Technologie oder flexible Bag Technologien . Sekundäres Containment wie zum Beispiel der Raum um das primäre Containment mit Sicherheitsschleusen, oder als Isolatortechnologie, falls das primäre Containment nicht ausreichend sicher gestaltet werden kann. Jedoch gilt, je besser das primäre Containment desto unwichtiger wird das sekundäre Containment. Das sekundäre Containment ist dann nur für den Störfall als Barriere zur Umgebung zu sehen.
Dichtigkeit von Ventilen
Undichtigkeiten von Ventilen in der Wirkstoffproduktion. Liegen Erfahrungswerte vor, dass sich zum Beispiel Produkte in den Dichtungen anlagern, die dann nach außen dringen?
Hierzu lagen von den Teilnehmern keine Erfahrungen vor. Es wurde jedoch festgestellt, dass, wenn es sich um Dämpfe handelt, kein Risiko besteht, dass sich der Feststoff aus dem Dampf löst.
GMP Inspektionen: Ab wann?
GMP ist verbindlich ab dem Starting Material. Dies ist definiert im EG GMP Leitfaden Part II für Wirkstoffe. GMP Inspektionen sind auch seit dem in Kraft treten der AMWHV (Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungs- Verordnung) in 2006 in Deutschland verbindlich.
Gibt es Richtlinien zur Einstufung von Zwischenprodukten?
Generell gibt es kein offizielles Dokument, das Grenzwerte für Zwischenprodukte definiert. Erfahrungswerte von unterschiedlichen Teilnehmern sind kleiner 10µg/m3 für Produkte, deren Non - Effekt - Level nicht bekannt ist. Dieser Erfahrungswert wurde auch von Herrn Denk und Herrn Dr. Flückiger bestätigt.
Feuchtware um das Containmentrisiko zu minimieren
Kann das Risiko der Staubexposition durch zentrifugenfeuchte Ware minimiert werden? Ist dies die Praxis in der Wirkstoffherstellung?
Einige der Teilnehmer haben bestätigt, dass diese die Produkte so lange wie möglich im feuchten Zustand belassen. Dies minimiert das Containmentrisiko. Im letzten Herstellschritt werden die Produkte dann getrocknet. Bei einigen Teilnehmern werden die feuchten Produkte in flexible Gebinde, wie zum Beispiel Big Bags gelagert. Hierzu wurde das Thema „ Reachables & Extractables“ angesprochen bei den verwendeten Folien in den Big Bags. Bei den Firmen, die flexible Gebinde wie Big Bags zur Lagerung von Feuchtwaren verwenden, verbleibt dass Produkt für einige Stunden bzw. bis zu einem Tag in dem Gebinde. Durch die kurze Verweildauer konnte diesbezüglich nichts festgestellt werden.
Wie viele Containmentstufen sind notwendig
Bei der Herstellung von gefährlichen und hochgefährlichen Produkten wird von zwei Sicherheitsstufen gesprochen. Primäres Containment, wie zum Beispiel Doppelklappen- Technologie oder flexible Bag Technologien . Sekundäres Containment wie zum Beispiel der Raum um das primäre Containment mit Sicherheitsschleusen, oder als Isolatortechnologie, falls das primäre Containment nicht ausreichend sicher gestaltet werden kann. Jedoch gilt, je besser das primäre Containment desto unwichtiger wird das sekundäre Containment. Das sekundäre Containment ist dann nur für den Störfall als Barriere zur Umgebung zu sehen.
Dichtigkeit von Ventilen
Undichtigkeiten von Ventilen in der Wirkstoffproduktion. Liegen Erfahrungswerte vor, dass sich zum Beispiel Produkte in den Dichtungen anlagern, die dann nach außen dringen?
Hierzu lagen von den Teilnehmern keine Erfahrungen vor. Es wurde jedoch festgestellt, dass, wenn es sich um Dämpfe handelt, kein Risiko besteht, dass sich der Feststoff aus dem Dampf löst.
GMP Inspektionen: Ab wann?
GMP ist verbindlich ab dem Starting Material. Dies ist definiert im EG GMP Leitfaden Part II für Wirkstoffe. GMP Inspektionen sind auch seit dem in Kraft treten der AMWHV (Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungs- Verordnung) in 2006 in Deutschland verbindlich.
Autor: Richard Denk, Hecht Technologie, Dr. Andreas Flückiger, F. Hoffmann-La Roche, Basel
vom: 26.06.2008
Containment Transfer Systeme: Round Table 11.06.08 von 16:30 - 18:50 in Niederkassel
Fax-Formular senden an: +49 2932 51674
(bitte tragen Sie Ihre Adresse gut leserlich in Druckbuchstaben ein.)
Hiermit melde ich mich für oben genanntes Thema an.
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Outsourcing und Offshoring - Verantwortung und Risiken in der Supply Chain vom Wirkstoff bis zum Fertigarzneimittel am 16.09.2010 in Köln |
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Praktikum Emulsionen und Gele: Modul 1 am 21.-22.09.2010 in Sigmaringen |
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