Impurities - Verunreinigungen am 15.02.2012 in Darmstadt

in Wirkstoffen und Arzneimitteln
Isolierung, Charakterisierung, Qualifizierung
Genotoxische Verunreinigungen
Abbauprodukte bei Stabilitätsprüfungen


Ziel
Neben der Vorstellung und Interpretation internationaler Richtlinien erhalten Sie im Training auch praktische Tipps und Tricks zur Identifizierung, Isolierung und Charakterisierung von Verunreinigungen. Auch Hinweise zur Dokumentation z.B. im Zulassungsdossier und im Drug Master File (DMF) sind im Programm. Die derzeit intensiv diskutierten Themen "Gentoxizität" und „Verunreinigungen sowie Abbauprodukte bei Stabilitätsprüfungen“ sind im Programm eingebettet.

Zielgruppe
Angesprochen sind Mitarbeiter in Qualitätseinheiten: Laborleiter, Chemieingenieure, Technische Assistenten, Laboranten sowie Mitarbeiter aus Auftragslaboratorien. Personal mit Führungsaufgaben, wie Leitung der Qualitätskontrolle und Sachkundige Personen - Qualified Person, erhalten einen konzentrierten Überblick zu diesem aktuellen Schwerpunktthema.

Branchen
Arzneimittel
Wirkstoffe
Zulieferer/Auftragslaboratorien

Besonderheiten
Beim Workshop können Sie an einer Diskussionsrunde zu Ihrem Wunschthema teilnehmen und Ihre Fragen intensiv mit Experten diskutieren.

Ursachen von Verunreinigungen
Grundsätzlich sind Verunreinigungen unbekannte Neben- oder Zersetzungsprodukte in Wirkstoffen und Fertigarzneimitteln. Sie treten nicht nur in frühen Entwicklungsphasen auf, sondern z.B. auch bei Stabilitätsprüfungen oder Formulierungsänderungen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: z.B. andere Synthesewege, Wechselwirkungen mit Hilfsstoffen, polymorphe Umwandlungen. Überschreitet ein Neben- und/oder Zersetzungsprodukt einen vorgegebenen Grenzwert, dann muss die Struktur dieser Verunreinigung aufgeklärt werden. Auch genotoxische Verunreinigungen stehen dabei heute immer stärker im Fokus. In der jüngsten Vergangenheit beschäftigt sich die globale Pharmawelt mit Verunreinigungen, deren Ursache auch auf kriminelle Energie zurückzuführen sind.

Programm

zum Anfang

Regulatorische Aspekte - Interpretation und Anwendung
ICH Q 3A / Q 3B (R2): Verunreinigungen in Wirkstoffen und Fertigarzneimitteln
Art der Verunreinigung, DMF, Referenzstandards, Qualifizierung von Verunreinigungen, Verunreinigungsprofil
ICH Q 3C (R2: Restlösemittel)
ICH Q 6A: Polymorphie
Polymorphe und Solvatomorphe Verunreinigungen (XRPD, Thermoanalyse, IR, Festkörper-NMR)
EMEA-Guideline: CHMP/QWP/251344/2006:
Analytik von genotoxischen Verunreinigungen

Terminologie der Verunreinigungen
Prozess- und abbaubedingte Verunreinigungen
Verunreinigungen in Fertigarzneimitteln
Impurity profile
genotoxische Substanzen
Wechselwirkung mit Hilfsstoffen
Leachables/Extractables
Restlösungsmittel
Stabilitätsprüfungen
Dr. Ralph Nussbaum, Analytical Services, Aachen

Identifizierung von Verunreinigungen
Präparative Isolierung
Strukturaufklärung und Identifizierung (z.B. GC/MS, HPLC/MSMS, NMR, HPLC-NMR)
Analytische Methodenentwicklung und -validierung mit praktischen Tipps zur Validierung
Charakterisierung von Verunreinigungen
Dokumentationsanforderungen
Fallbeispiele
Dr. Jochen Kirschbaum, Analytical Services, Aachen

Genotoxische Verunreinigungen
Regulatorischer Hintergrund, Guidelines
Anwendungen und Strategien in der Entwicklung
Analytische Herausforderung
Anwendungsbeispiele aus der analytischen Praxis
Dr. Michael Finkam, Grünenthal GmbH, Aachen

Verunreinigungen und Abbauprodukte bei Stabilitätsprüfungen
Statistische Auswertung der Abbauprodukte nach ICH Q1E
Massenbilanzen
Prof. Dr. Werner Winter, PharmaConsulting, Aachen

Workshop

Aktuelle Themen:
- Identifizierung und Charakterisierung von Verunreinigungen
- Genotoxische Verunreinigungen
- Verunreinigungen und Abbauprodukte bei Stabilitätsprüfungen



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